Wie wirkt Architektur im echten Schulalltag, wenn der Stundenplan läuft, die Pausen starten und viele verschiedene Menschen und Bedürfnisse an einem Ort zusammenkommen? In unserem Format »Durch die Schule mit…« sprechen wir mit Schulleiter:innen der Schulen, die wir planen oder bereits gebaut haben. Was funktioniert besonders gut? Was überrascht? Und wo steckt noch Potenzial, damit Schulbauten den Bedürfnissen ihrer Nutzer:innen wirklich gerecht werden. Heute mit Marion Zirkel-Maas, Gründungsschulleiterin des Bille-Gymnasiums in Bergedorf.
1. Wenn Sie Besucher:innen das neue Schulgebäude in einem Satz beschreiben müssten, wie würde dieser lauten?
Das ist ganz schwierig, da noch nicht alles fertig ist und das Ensemble auf der Baustelle noch keine stimmige Wirkung entfalten kann. Ich wünsche mir, dass sie auf die Kinder einladend wirken, zum Lernen und zur Begegnung.
2. Worauf freuen Sie sich im Schulalltag in den neuen Räumen am meisten?
Wir haben vor den Sommerferien einen Kennenlerntag veranstaltet und konnten bei der Gelegenheit schon mal erleben, wie die Räume wirken, wenn sie sich mit Leben füllen. Nun sind wir gespannt darauf, wie die Kinder Flächen nutzen, und freuen uns sehr darauf, die Räume mit ihnen zusammen zu gestalten.
3. Welche Orte oder Raumideen stärken aus Ihrer Sicht das Miteinander der Schulgemeinschaft besonders?
Klassische Gemeinschaftsflächen sind vor allem Räume im Individualbau, die wir jetzt leider noch nicht beziehen können. Bis auf die Mensa. Es ist uns wichtig, dass wir hier mittags alle gemeinsam essen. Auch unsere Lernflächen sind so offen und vielseitig, dass sie Begegnungen fördern und dazu beitragen, dass Kinder (und Lehrkräfte) in Kontakt kommen.
4. An welchem Ort können Schüler:innen und Kolleg:innen kurz durchatmen? Und was ist Ihnen dabei wichtig?
Kinder finden bei uns Nischen und Lernkojen, die sie von Lärm und Trubel abschirmen. Natürlich wird es auch in den Teambereichen Ruhe- und Entspannungszonen geben. Im Außenbereich hat das grüne Klassenzimmer Potenzial zur Ruhezone für alle – als Kontrast zur den Sportfeldern auf der gegenüberliegenden Seite des Klassenhauses.
5. Wenn Sie einen »Bonus-Wunsch« für die Räumlichkeiten frei hätten, welcher wäre das?
Wenn Sie schon so fragen: Statt Linoleum hätte ich gerne einen schönen Parkettboden.