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NEUBAU
Grundschule Grünstraße

Rückwärtige Ansicht der Grundschule Grünstraße mit klarer Kubatur, heller Klinkerfassade mit farbigen Vorhangfassaden und Leibungen.

NEUBAU Grundschule Grünstraße

In direkter Nachbarschaft zu Christuskirche und Martin-Luther-King-Schule gelegen, fügt sich der Neubau der dreizügigen Grundschule Grünstraße mit Zweifeldsporthalle sensibel in die gewachsene Struktur Velberts ein. Zwei eigenständige Baukörper rahmen einen geschützten Pausenhof, schaffen klare Adressen zur Stadt und verweben Schule, Sport und Quartier miteinander.

Projekt
Neubau einer Grundschule mit Zweifeldsporthalle
Bauherr:in
Stadt Velbert
Leistung
1-5 HOAI
Fläche
ca. 6.500 m² BGF
Lage
Grünstraße in Velbert
ÖPP-Partner:in
Depenbrock
Fotografie
Dorfmüller Klier
Besonderheiten
1. Platz ÖPP Verfahren

Statt eines monolithischen Schulbaus entstand ein offenes Gefüge aus zwei miteinander verwobenen Baukörpern. Der Schulbaukörper zeigt mit der offen gestalteten Fassade der Mensa sein Gesicht zur Grünstraße. Von hier aus werden Besucher:innen über einen vorgelagerten Willkommensplatz zum südöstlich angeordneten Haupteingang der Schule geführt. Die Sporthalle hingegen orientiert sich zur Kurze Straße und nutzt die natürliche Topografie des Grundstücks: Der Hallenraum liegt auf Straßenniveau und damit etwas unterhalb des Pausenhofes, wodurch sich der großvolumige Bau maßstäblich in den Schulalltag einfügt. Zwischen den Baukörpern spannt sich ein geschützter Pausenhof auf, der sich bewusst zur Martin-Luther-King-Schule öffnet und so den bestehenden Bildungscharakter des Grundstücks aufnimmt, erweitert und als zusammenhängenden Schulstandort weiter stärkt.

Schulgebäude mit Blick zur Kirche: Kubischer Erweiterungsbau der Grundschule Grünstraße mit hellbeiger Ziegelfassade im städtebaulichen Kontext.

Die Schule ist kein einzelnes Gebäude, sondern ein kleines Quartier mit vielfältigen Blickbeziehungen und Orten zum Ankommen, Lernen, Spielen und Verweilen.

Die helle Klinkerfassade mit farbigen Vorhangfassaden und Leibungen differenziert die Bereiche und bildet eine gestalterische Klammer. Farbige Rücksprünge, großzügige Verglasungen und klare Sichtachsen unterstreichen den offenen Charakter der Schule. Sitzstufen und Spielgeräte fördern die aktive Pause im geschützten Außenraum. Zwei grüne Klassenzimmer im Außenbereich ergänzen das Raumprogramm um naturnahe Lernorte.

Außenliegende Fluchttreppe an der Grundschule Grünstraße mit klarer, funktionaler Fassadengestaltung.

Mit guten Verbindungen

Im Inneren gliedert sich das barrierefreie Schulgebäude in drei Minischulen, Verwaltung, Mensa und Mehrzweckbereiche. Herzstück ist das zentrale, dreigeschossige Foyer mit Galerie, das nicht nur vertikal verbindet, sondern auch Raum für Begegnung, Orientierung und Aufenthalt bietet. Die Minischulen sind über drei Etagen organisiert und haben jeweils einen direkten Zugang zum Außenbereich.

Offene Lernbereiche mit Sitznischen, Gruppenräumen und Differenzierungszonen prägen die sogenannten Minischulen. Großzügige Fensterflächen und verglaste Türen schaffen Sichtbeziehungen und sorgen für viel Tageslicht. Eine warme Farb- und Materialwelt aus Holz, Weiß- und Grüntönen unterstützt dabei eine lernförderliche Atmosphäre.

Offene Lernlandschaft der Grundschule Grünstraße mit offenen Regalen, Spielteppich und multifunktionalen Möbeln.

Natürlich mit Augenmerk

Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Materialität. Holzlamellen an den Wänden, helle Fliesen, farbige Stühle und große Fenster schaffen eine helle, natürliche Atmosphäre, die in der Mensa besonders zur Geltung kommt. Hier wird gegessen, gespielt, gelernt oder einfach in Ruhe aus dem Fenster geschaut. Der Raum öffnet sich großzügig zur Umgebung, Sichtachsen verbinden Innen- und Außenraum. Die Möblierung ist kindgerecht, flexibel und farblich differenziert – ein Konzept, das sich durch die gesamte Schule zieht.

Grundschule Grünstraße
Lageplan
Erdgeschoss
Untergeschoss
01. Obergeschoss
02. Obergeschoss
Schnitt
Schnitt | Sporthalle

Halle im Wechselspiel

Die Zweifeldsporthalle im Norden des Grundstücks ist barrierefrei erschlossen und verfügt über zwei gleichwertige Haupteingänge: einen schulseitigen Zugang über das gemeinsame Foyer sowie einen eigenständigen Eingang von der Kurze Straße für den Vereins- und Quartierssport. Auch hier wurde eine klare Trennung von Funktionsbereichen und Bewegungsströmen umgesetzt.

Ein großzügiges, lichtdurchflutetes Splitlevel-Foyer verbindet alle Ebenen. Sitzfenster zum Hallenraum schaffen spannende Einblicke. Durch ihre Lage unterhalb des Pausenhofs und die Staffelung der Baukörper fügt sich die Halle maßstäblich in das Ensemble ein – als Teil der Schule und gleichzeitig autark nutzbar.

Von Dauer gedacht

Neben der gestalterischen Qualität stand die Nachhaltigkeit im Fokus der Planung. Als Effizienzhaus 40 EE realisiert, nutzt der Bau Geothermie, Photovoltaik und eine extensive Dachbegrünung. Die kompakte Kubatur reduziert Energieverluste, langlebige Materialien wie Klinker und Holz minimieren den Wartungsaufwand. Auch Mobilität wurde mitgedacht: barrierefreie Zugänge, separate Wege für Fuß- und Radverkehr, Fahrradstellplätze und eine E-Ladestation runden das Konzept ab.

Stimmen aus dem Team

Unsere Vision war es, eine kindgerechte Architektur mit klarem gestalterischem Ausdruck zu verbinden.

Elsa

Die Mensa ist mehr als ein Raum zum Essen. Sie ist Treffpunkt, Rückzugsort und Verbindungsglied zwischen den verschiedenen Bereichen der Schule.

Rico

Die Einbauten und Möbel unterstützen unterschiedliche Lernformen – vom konzentrierten Rückzug bis zum gemeinsamen Arbeiten – und geben den Kindern die Freiheit, sich ihren Raum anzueignen.

Adeline

Der Splitlevel-Eingang zur Sporthalle funktioniert wunderbar! Er ermöglicht eine barrierefreie Erschließung auf zwei Ebenen und trennt schulische und außerschulische Nutzung klar und funktional.

Sarah